Agro-Gentechnik

Wir setzen uns ein für

– eindeutige Kennzeichnung von gentechnikfreien Lebens- und Futtermitteln

– Anbau- und Einfuhrverbote für gentechnisch veränderte Pflanzen, Futtermittel und alle Folgeprodukte von gentechnisch veränderten Organismen

Gentechnik über die Hintertür

Den österreichischen BürgerInnen wird weisgemacht, in Österreich produzierte Lebensmittel seien frei von GVO (gentechnisch veränderten Organismen).

Doch hier wird geschummelt! Fleischproduktion in Österreich darf auch heute noch mit Hilfe von gentechnisch veränderter Fütterung erfolgen, da diese Produkte nicht der Kennzeichnungspflicht unterliegen.

In Österreich gilt nach wie vor (Stand 2015) ein generelles Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen!

Originaltext des österreichischen Umweltbundesamts:

Seit 18. April 2004 sind auch Futtermittel von der Kennzeichnungspflicht erfasst. Futtermittel, bei denen zumindest ein Bestandteil aus GVO stammt, müssen daher genauso wie oben beschrieben gekennzeichnet werden. Diese Kennzeichnung ist allerdings nur zur Information der FuttermittelkäuferInnen, sprich Bauern und Bäurinnen, gedacht. Für KonsumentInnen schafft diese Art der Kennzeichnung nicht automatisch Klarheit, ob gentechnisch veränderte Futtermittel verwendet wurden.

Fleisch, Milchprodukte und Eier von Tieren, denen gentechnisch veränderte Futtermittel verfüttert wurden, fallen nicht unter die Regelung zur Zulassung und Kennzeichnung.

Kommen ausländische Milch, Fleisch oder Eier in österreichische Regale, so stammen diese nicht zwingend aus gentechnikfreier Produktion – dieser Sachverhalt ist auch nicht kennzeichnungspflichtig.

Achten Sie auf die Textkennzeichnung und „GVO-frei“-Siegel. Leider gibt es noch keine einheitliche „GVO-frei“-Kennzeichnung auf den Lebensmittelverpackungen, die Lebensmittel auf den ersten Blick als GVO-frei erkennbar macht.

Sicher gentechnikfrei einkaufen: Die Produktsuche der „ARGE Gentechnik-frei“

Damit Sie mit Sicherheit gentechnikfreie Produkte nach Hause bringen, hat die Arge „Gentechnik-frei“ eine eigene Homepage installiert. Auf ihr sind alle österreichischen Produkte gelistet, die das Qualitätszeichen „Gentechnik-frei“ tragen:

http://www.gentechnikfrei.at/produktsuche?d=d&seite=1&z=z&pkat=15&pgrup=32

Kein Anbau von gentechnisch veränderten Organismen in Österreich

In Österreich werden gentechnisch veränderte Organismen weder zu kommerziellen Zwecken angebaut, noch kam es bislang zu einem Testanbau für wissenschaftliche Zwecke außerhalb geschlossener Bereiche (z. B. Gewächshäuser). Für GV-Pflanzen, die in der EU eine Anbauzulassung haben, bestehen in Österreich Anbauverbote.

GV-Produkte im Handel

Allerdings ist die Verwendung einer Reihe von importierten GV-Produkten, z. B. gentechnisch veränderten Sojabohnen, erlaubt. Derartige GVO bzw. aus ihnen hergestellte Erzeugnisse werden überwiegend als Futtermittel für Nutztiere verwendet. Aus GVO erzeugte Lebensmittel sind nur in äußerst geringem Umfang im Handel erhältlich (Spezialprodukte wie z. B. einige wenige importierte Asia-Nahrungsmittel). Diese Produkte unterliegen den Kennzeichnungsregelungen und müssen für KonsumentInnen erkennbar gekennzeichnet sein.

Eine Übersicht über in Österreich zugelassene GVO findet sich im Österreichischen Gentechnikregister.

Biotechnologie in Grün, Rot und Weiß

Grüne Biotechnologie und Grüne Gentechnik

Die Grüne Gentechnik oder Agro-Gentechnik ist die Anwendung gentechnischer Verfahren im Bereich der Pflanzenzüchtung, deren Ergebnisse transgene Pflanzen oder gentechnisch veränderte Pflanzen genannt werden. Insbesondere bezeichnet der Begriff Verfahren zur Herstellung von pflanzlichen gentechnisch veränderten Organismen (GVO), in deren Erbgut gezielt einzelne Gene eingeschleust werden. Die Grüne Gentechnik ist somit Bestandteil der Grünen Biotechnologie, wobei sich die Bezeichnung „grün“ in Abgrenzung zur „Roten“ Biotechnologie und „Weißen“ Biotechnologie auf die Anwendung bei Pflanzen bezieht. Derzeit werden als gentechnisch veränderte Pflanzen insbesondere herbizid- und insektenresistente Pflanzensorten vermarktet. (Quelle: Wikipedia)

Rote Biotechnologie

Rote Biotechnologie, auch medizinische Biotechnologie genannt, umfasst die Bereiche der Biotechnologie, die medizinische Anwendungen zum Ziel haben. Die Farbe Rot steht für die Farbe des Blutes. (Quelle: Wikipedia)

Weiße Biotechnologie

Die industrielle Biotechnologie, auch Weiße Biotechnologie genannt, ist jener Bereich, der biotechnologische Methoden für industrielle Produktionsverfahren einsetzt. Es gibt jedoch

Überschneidungen mit der Grünen und der Roten Gentechnik. (Quelle: Wikipedia)

Aushebelung der Eigenbestimmung

Erst kürzlich wurde die Eigenbestimmung der EU-Länder über den Anbau von GV-Pflanzen beschlossen, nach der jedes Land selbst über die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen bestimmen kann. Diese Eigenbestimmung kann jedoch durch Investorenschutzklauseln der Freihandelsabkommen CETA und TTIP ausgehebelt werden.

Ein Beispiel: Ein Gentechnikkonzern klagt die Republik Österreich wegen Verdienstentgang aufgrund Anbauverbot, und schon wachsen gentechnisch veränderte Pflanzen auf unseren Feldern.

Weil die Qualität unserer Lebensmittel, die Wahrung von Bürgerrechten und Arbeitnehmerschutzgesetzen u. v. m. nicht von wirtschaftlichen Interessen gelenkt werden dürfen, kümmern wir uns jetzt auch um das Thema Freihandelsabkommen

Wo kein Ausstieg möglich ist, verbietet sich der Einstieg!